← Zurück

Rechtliche Grundlagen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Für die gewerbliche Nutzung von Salon.OS

Stand

Version 1.5 · 11.10.2026

Dokument-Ref: AGB-1.5-2026-10-11

Betreiber

Bäumle BD Labs (Einzelunternehmen)
Römerpark 15 · 4303 Kaiseraugst · Schweiz
info@bdlabs-studios.com · bdlabs-studios.com

1. Anbieter und Geltungsbereich

Bäumle BD Labs (Einzelunternehmen)
Inhaber: Daniel Bäumle
Römerpark 15, 4303 Kaiseraugst, Schweiz
E-Mail: info@bdlabs-studios.com

Diese AGB gelten für Verträge über Salon.OS mit gewerblich oder selbständig handelnden Salonkunden in Deutschland und der Schweiz. Die abschliessende Person bestätigt bei der Registrierung ihre Vertretungsberechtigung und dass sie in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

Salon.OS richtet sich ausschliesslich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB beziehungsweise an gewerblich oder selbständig handelnde Personen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB kommen nicht zustande. Stellt sich nachträglich heraus, dass ein Vertrag mit einem Verbraucher geschlossen wurde, kann der Anbieter den Zugang beenden; bereits geleistete Entgelte für den nicht genutzten Zeitraum werden erstattet.

Privatpersonen können die öffentliche Terminbuchung eines Salons nutzen. Verträge über Salonleistungen entstehen ausschliesslich zwischen dem Salon und seinen Kunden. Der AVV einschliesslich seiner Anlagen geht für Auftragsverarbeitungen widersprechenden Regelungen dieser AGB vor. Zwingendes Recht bleibt vorbehalten.

2. Leistungen

Salon.OS ist eine cloudbasierte Software für Salon-, Termin-, Kunden- und Teamverwaltung. Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem gewählten Tarif und der bei Bestellung angezeigten Leistungsbeschreibung.

Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der vereinbarten Funktionen, jedoch keinen bestimmten Umsatz, keine bestimmte Zahl von Buchungen und keine bestimmte Suchmaschinenplatzierung. Der Salon bleibt für seine Leistungen, Preise, Verfügbarkeiten, Inhalte und Buchungsbedingungen verantwortlich.

3. Vertragsschluss und kostenloser Testzugang

Mit der Registrierung akzeptiert der Kunde die dabei verlinkten Fassungen der AGB, Datenschutzerklärung und des AVV. Ein kostenpflichtiges Abonnement entsteht erst durch die anschliessende ausdrückliche Auswahl eines Tarifs und den Abschluss des von Stripe bereitgestellten Bestellvorgangs. Die jeweils aktuelle Vertragsfassung kann vor und nach der Bestellung auf der Plattform gespeichert oder ausgedruckt werden.

Mit der Registrierung erhält der Kunde für den neu angelegten Salon einen kostenlosen Testzugang von 30 Tagen mit dem Funktionsumfang des Tarifs Business. Der Anbieter kann den Testzugang im Einzelfall verlängern. Aus dem Testzugang entsteht keine Zahlungspflicht. Er endet ohne Kündigung und geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über; ein kostenpflichtiges Abonnement erfordert immer eine gesonderte Bestellung. Nach Ablauf des Testzugangs sind die Verwaltungsfunktionen gesperrt und die Online-Buchung ist pausiert, bis ein Abonnement bestellt wird. Ein Anspruch auf wiederholte Testzugänge besteht nicht.

Bei Missbrauch oder erheblichen Sicherheitsrisiken kann der Anbieter einen kostenlosen Zugang sperren. Die Regeln zu Rückgabe und Löschung gelten entsprechend.

4. Preise und Zahlung

Es gelten die im Bestellvorgang angezeigten Preise, Währungen und Abrechnungszeiträume. Ob Mehrwertsteuer anfällt und ob sie im Preis enthalten ist, wird vor der Bestellung ausgewiesen.

Die Vergütung ist zu Beginn des Abrechnungszeitraums fällig und wird über Stripe eingezogen. Salon.OS speichert keine vollständigen Kartendaten.

Bei Leistungen an Unternehmer mit Sitz in Deutschland erfolgt die Abrechnung ohne deutsche Umsatzsteuer; die Steuerschuld geht nach § 13b UStG auf den Leistungsempfänger über. Der Kunde stellt hierfür seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bereit, hält sie aktuell und teilt Änderungen unverzüglich mit. Erweist sich eine Angabe als unzutreffend, trägt der Kunde die daraus entstehende Steuerlast. Eine allfällige schweizerische Mehrwertsteuer wird ausgewiesen, sobald der Anbieter mehrwertsteuerpflichtig wird.

Bei Zahlungsverzug informiert der Anbieter den Kunden und setzt grundsätzlich eine Nachfrist von mindestens zehn Kalendertagen. Nach erfolglosem Ablauf kann der Zugang verhältnismässig eingeschränkt oder der Vertrag aus wichtigem Grund beendet werden. Gesetzlich erforderliche Datenherausgaben und Datenschutzanfragen bleiben möglich.

5. Laufzeit und Kündigung

Das Abonnement wird monatlich ab seinem Beginn abgerechnet. Der Zeitraum richtet sich nach dem Buchungsbeginn und nicht nach dem Kalendermonat. Ohne Kündigung verlängert es sich um einen weiteren monatlichen Abrechnungszeitraum. Eine jährliche Vorauszahlung wird derzeit nicht angeboten.

Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums über das Stripe-Kundenportal oder per E-Mail an info@bdlabs-studios.com kündigen. Bei einer E-Mail ist deren Eingang massgeblich. Bis zum Vertragsende bleibt die bezahlte Nutzung möglich. Eine anteilige Erstattung des laufenden Zeitraums erfolgt grundsätzlich nicht; zwingende Rechte und Ansprüche wegen nicht vertragsgemässer Leistung bleiben unberührt.

Der Anbieter kann mit mindestens 30 Tagen Vorlauf zum Ende eines Abrechnungszeitraums ordentlich kündigen. Beide Parteien können aus wichtigem Grund ausserordentlich kündigen.

6. Änderungen von Leistungen, Preisen und Bedingungen

Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und gleichwertige technische Komponenten einsetzen. Wesentliche nachteilige Einschränkungen werden grundsätzlich mindestens 30 Tage vorher mitgeteilt. Ist die vertragsgemässe Nutzung dadurch nicht mehr zumutbar, kann der Kunde zum Wirksamwerden kündigen.

Neue Preise für einen bestehenden Vertrag werden mindestens 30 Tage vorher angeboten und bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung. Ohne Zustimmung gilt der bisherige Preis weiter, solange der Vertrag nicht ordentlich beendet wird.

Wesentliche Änderungen dieser AGB werden begründet und mindestens 30 Tage vorher mitgeteilt. Sie bedürfen der Zustimmung, soweit keine wirksame andere Vereinbarung oder zwingende gesetzliche Anpassung greift. Schweigen gilt nicht als allgemeine Zustimmung.

7. Pflichten und Inhalte des Kunden

Der Kunde hält Vertrags- und Kontaktangaben aktuell, schützt Zugangsdaten, vergibt persönliche Zugänge nur an Berechtigte und entzieht ausgeschiedenen Personen den Zugriff.

Der Kunde ist für die Rechtmässigkeit seiner Inhalte und die erforderlichen Rechte an Bildern, Texten und sonstigen Materialien verantwortlich. Er informiert Endkunden und Mitarbeitende über seine Datenverarbeitung und legt zulässige Zwecke und Aufbewahrungsfristen fest.

  • Rechtswidrige Inhalte, Spam und Schadsoftware sind untersagt.
  • Sicherheitsmechanismen und fremde Konten dürfen nicht umgangen oder missbraucht werden.
  • Personenbezogene Daten dürfen nur auf einer geeigneten Rechtsgrundlage verarbeitet werden.

8. Betrieb, Störungen und Sicherungen

Der Anbieter betreibt Salon.OS mit angemessener Sorgfalt und den in den TOM beschriebenen Massnahmen. Eine bestimmte prozentuale Mindestverfügbarkeit ist nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurde.

Die Sicherungen erfassen strukturierte Anwendungsdaten als JSON, nicht jedoch die eigentlichen Bild- und Dateiinhalte. Umfang, Aufbewahrung und Wiederherstellung ergeben sich aus den TOM. Eine vollständige Wiederherstellung in jedem Störungsfall kann nicht zugesichert werden.

9. Datenherausgabe, Löschung und Anbieterwechsel

Eine Selbstexport-Funktion für Salons steht derzeit nicht zur Verfügung. Der Kunde kann eine Datenherausgabe unter info@bdlabs-studios.com anfordern. Der Anbieter stellt strukturierte exportierbare Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format bereit und übergibt vorhandene zugehörige Bilder und Dateien über einen abgestimmten sicheren Weg manuell.

Bei einem Anbieterwechsel bestätigt der Anbieter den Antrag und stimmt Umfang, Übergabe und voraussichtlichen Abschluss ab. Die Vorbereitung erfolgt grundsätzlich innerhalb von höchstens 30 Kalendertagen; ein anschliessender Übergang dauert grundsätzlich höchstens 30 Kalendertage. Ist dies technisch nicht möglich, wird innerhalb von 14 Arbeitstagen eine Begründung und eine alternative Frist von höchstens sieben Monaten mitgeteilt.

Nach erfolgreichem Wechsel bleiben die bereitgestellten Daten mindestens 30 Kalendertage abrufbar, sofern keine frühere zulässige Löschweisung erfolgt. Danach löscht der Anbieter die Auftragsdaten manuell: Datenbankeinträge, zugehörige Bilder und Dateien, verbleibende eigene Kopien sowie erforderlichenfalls Daten bei weiteren eingesetzten Diensten. JSON-Sicherungen werden spätestens im Rahmen der 14-tägigen Bereinigung entfernt oder manuell nachbereinigt. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben vorbehalten.

10. Rechte an Software und Kundeninhalten

Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht im vereinbarten Umfang. Rechte an Salon.OS verbleiben beim Anbieter beziehungsweise den jeweiligen Rechteinhabern. Rechte an Kundeninhalten verbleiben beim Kunden; der Anbieter erhält nur die für Speicherung, Verarbeitung, Übermittlung und gewünschte Veröffentlichung erforderlichen Rechte.

11. Datenschutz und Dienstleister

Für Auftragsdaten gilt der AVV. Für eigene Vertrags-, Abrechnungs- und Sicherheitszwecke handelt der Anbieter als Verantwortlicher. Eingesetzte Dienstleister und internationale Übermittlungen sind im Dienstleisterverzeichnis beschrieben.

12. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für rechtswidrige Absicht und grobe Fahrlässigkeit sowie in Fällen, in denen eine Beschränkung gesetzlich unzulässig ist; eine Freizeichnung hierfür ist nach Art. 100 Abs. 1 OR ausgeschlossen.

Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss voraussehbaren Schaden. Wesentlich sind im Sinne dieses Vertrages diejenigen Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemässe Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmässig vertrauen darf. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

Eine zusätzliche pauschale Begrenzung auf einen bestimmten Geldbetrag oder die bisher gezahlten Abonnemententgelte wird nicht vereinbart. Zwingende Ansprüche, insbesondere wegen Personenschäden oder nach dem Produktehaftpflichtrecht, bleiben unberührt.

13. Ereignisse ausserhalb des Einflussbereichs

Kann eine Partei ihre Pflichten trotz angemessener Vorsorge wegen nicht beherrschbarer Ereignisse vorübergehend nicht erfüllen, sind die betroffenen Pflichten für Dauer und Umfang des Hindernisses ausgesetzt. Sie informiert die andere Partei und begrenzt die Folgen. Dauert eine wesentliche Beeinträchtigung länger als 30 Tage, kann jede Partei den betroffenen Vertrag kündigen.

14. Recht und Gerichtsstand

Es gilt materielles Schweizer Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit zwingendes Recht nicht entgegensteht. Für gewerbliche Kunden wird, soweit zulässig, als ausschliesslicher Gerichtsstand das am Sitz des Anbieters zuständige Gericht im Kanton Aargau vereinbart. Der Anbieter bleibt berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.

Die Unwirksamkeit einzelner Regelungen berührt die übrigen Bestimmungen nicht; an ihre Stelle treten die gesetzlichen Regelungen.